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20.12.2017Amtseinführung von Bürgermeister Markus Hennemann
von
Ulrich Friedrich Koch
Auf der Sitzung der Gemeindevertretung am 14. Dezember 2017 wurde Markus Hennemann in sein Amt als Bürgermeister eingeführt.

Redebeitrag von Birgit Köhler-Günther für die Fraktion KOMM, A

'Lieber Markus Hennemann,

die Kommunalen Alternative gratuliert Dir zu Deinem neuen Amt und richtet an Dich als neuen Bürgermeister natürlich auch Wünsche.

Du bist für mich der dritte Bürgermeister, den ich hier in der Bickenbacher Kommunalpolitik seit 1981 erleben kann.
In Bickenbach lebe ich seit dem 6 Lebensjahr gern, fühle mich hier im Ort wohl und konnte auch bereits vieles mitgestalten.
Daher habe ich natürlich auch an Dich als neuen Bürgermeister konkrete Vorstellungen.

Ich bin mir sicher, dass Du den Respekt, den Du in Deiner bisherigen Rolle als Vorsitzender der Gemeindevertretung diesem Gremium gegenüber gezeigt hast nun selbst in Deinem neuen Amt erfahren wirst. Die Mitarbeitenden im Haus und deren spezielle Kompetenzen wirst Du wertschätzen und ihnen auch viel zutrauen und auch zumuten. Eine Stärke von Dir liegt sicher darin, gut zuhören zu können. Da bin ich überzeugt, dass Du das gegenüber dem Hohen Haus hier auch weiterhin so praktizieren wirst, in deiner neuen Rolle als Bürgermeister, sowie auch gegenüber den Menschen, die in Bickenbach wohnen und denjenigen gegenüber, die in Bickenbach Asyl suchen.

Natürlich musst du jetzt auch als Bürgermeister Dinge weiterführen und verwalten, die nicht aus Deiner Feder stammen.

Daher wünschen wir uns von Dir, offen zu sein für Visionen und sie mit allen Beteiligten zu entwickeln. Etwas, was in den letzten Jahren etwas verloren gegangen ist.
Vielleicht kannst Du auch etwas für den Ort insgesamt anschieben, was in den letzten Jahren vernachlässigt wurde.
Wir würden uns besonders darüber freuen, wenn es möglich wird, dass das - was mal in Bickenbach als Agenda 21 begonnen hat - wieder aufgegriffen und weitergeführt werden kann.
Denn wir Gewählten sollten nicht nur kommunalpolitische Sachzwänge lösen, sondern auch im kulturellen und sozialen Bereich der Gemeinde mehr Impulse setzen und dazu beitragen, dass wir wieder in Bickenbach zu einer kreativen Gemeinde werden.

Wir wünschen uns, dass Du in Zukunft bei bestimmten Anliegen der Gemeinde Bickenbach eine höhere Sensibilität zeigen kannst, als Du es bei der Priorität der neuen Ortsmitte bislang zeigen konntest. Wir hoffen, dass für die Ortsmitte ein Weg gefunden wird, wo die dörfliche Identität nicht verloren geht durch die - von auswärts lebenden und eher an wirtschaftlichen Interessen orientierten Investoren – eingebrachten Bauvorhaben. Wir wünschen uns, dass der soziale Charakter in Bickenbach bestehen bleibt und nicht auf der Strecke bleibt durch eine sogenannte urbane Architektur, die inzwischen in anderen Orten gar nicht mehr als zukunftsweisend eingestuft wird. Die Ortsentwicklung in Bickenbach stellen wir uns als offenen Entwicklungsprozess vor, an dem frühzeitig alle teilhaben können. In Darmstadt befindet sich z.B. unser nächster Architektur Fachbereich der Technischen Universität. Dort könnte man vielleicht seinen Teil dazu beitragen, den Charakter unseres Ortes zu bewahren und Bickenbach liebenswert zu erhalten.
Dazu ist es noch nicht zu spät.

Aber hoffentlich kannst du auch die vielen ja guten Ideen und Ansätze aus deinem Wahlprogramm in der Zukunft umsetzen.

Wir wünschen Dir auch genügend Zeit für Dich und dass Du als Bürgermeister Deine Familie dabei nicht aus den Augen verlierst.'


Unser Geschenk an den neuen Bürgermeister:







Redebeitrag des stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeindevertretung Ulrich Friedrich Koch

'Am 22. Oktober 2017 wurde Markus Hennemann in einer Stichwahl zum neuen Bürgermeister von Bickenbach gewählt. Nach 24 Jahren findet ein Wechsel im Amt des Bürgermeisters statt. Damit verbinden die einen die Hoffnung, dass jetzt alles anders wird. Die anderen erwarten, dass alles bleibt wie es ist. Markus Hennemann wird seinen eigenen Weg finden müssen.

Ein neuer Bürgermeister bringt Veränderungen. Die Zeiten sind nicht einfach. Angst vor der Zukunft hilft niemand.

In unserer Gemeinde findet aktuell eine heftige Auseinandersetzung um die Entwicklung der Ortsmitte statt. Ein großes Unternehmen verlässt im kommenden Jahr unsere Gemeinde. Dadurch werden Gewerbesteuereinnahmen wegbrechen. Die finanziellen Spielräume werden enger. In unserer Gemeindeverwaltung gibt es an mehreren entscheidenden Positionen personelle Umbrüche. Diese Wechsel müssen im Mitarbeiter*innen-Team bewältigt werden.

Unser Land hat zweieinhalb Monate nach der Bundestagswahl noch immer keine neue Regierung. Eine Mehrheitsfindung ist derzeit nicht absehbar. Wir in Bickenbach wissen aus eigener Erfahrung, wie schwierig solche Entscheidungen sein können.

Im zu Ende gehenden Jahr haben wir erleben müssen, dass sich mit Großbritannien ein Kernland aus Europa verabschieden will. Angesichts nationaler Egoismen scheint die Vision eines vereinten Europas ins Abseits zu geraten. Die europäische Idee verliert an Zugkraft.

Nach dem Fall des 'Eisernen Vorhangs' glaubten viele, dass die Welt einer Zeit frei von Kriegen entgegengehe. Wir erleben das Gegenteil. Die Zahl von Konflikten, die mit militärischen Mitteln ausgetragen werden, nimmt zu. Der Klimawandel bedroht die Zukunft der Menschheit. Hunger und ungleiche soziale Entwicklung sind Lebensrealität vieler Menschen, obwohl wir längstens in der Lage sind, Abhilfe und Ausgleich zu schaffen. Flucht und Migration bestimmen die Weltpolitik. Der Ausbau Europas zur Festung ist kein geeigneter Beitrag zur Abhilfe.

Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen. Denn zur Lagebeurteilung gehört auch, dass es ganz vielen Menschen in unserem Land so gut geht, wie noch nie in der deutschen Geschichte. Wir leben allerdings nicht auf einer Insel. Zu unserer Verantwortung gehört, global zu denken und lokal zu handeln. Wir dürfen uns nicht nur auf uns selbst beschränken, sondern müssen über den Tellerrand gucken. Andererseits dürfen wir über den Weltschmerz nicht versäumen, uns um unsere eigenen Angelegenheiten zu kümmern.

Wir haben uns einen Bürgermeister gewählt. Eine solche Wahl ist in vielen Ländern keineswegs selbstverständlich. Trotz verlorenem Krieg wurde uns gestattet, unser Gemeinwesen selbst zu organisieren. Wir haben uns eine Verfassung gegeben und politische Vertretungen gewählt. Wir müssen nicht auf einen guten König hoffen und uns nicht gegen einen Diktator zur Wehr setzen.

In unserer demokratischen Verfassung ist das Prinzip der Gewaltenteilung festgeschrieben: Eine Gewalt setzt die Regeln, eine Gewalt wendet die Regeln an und eine Gewalt kontrolliert die Einhaltung der Regeln. Herunter gebrochen auf die Gemeindeebene wählen wir ein Gemeindeparlament und einen Bürgermeister -an die Spitze des Gemeindevorstandes- jeweils auf Zeit. Deren Verhältnis untereinander wird bestimmt einerseits durch Aufgabenteilung, andererseits durch gegenseitige Kontrolle. Aufgaben des Bürgermeisters sind: Vorbereitung und Ausführung von Parlamentsbeschlüssen, Leitung der Verwaltung und Vertretung der Gemeinde nach außen. Darüber hinaus steht ihm ein Widerspruchsrecht gegen unrechtmäßige Beschlüsse des Gemeindeparlaments zu.

Beide 'Gewalten', Parlament und Gemeindevorstand mit dem Bürgermeister sind dem 'Souverän', also den Bickenbacherinnen und Bickenbachern verpflichtet. Beide Seiten stehen gleichermaßen und immer wieder neu vor der Herausforderung, nicht nur im Sinne einer repräsentativen Demokratie stellvertretend tätig zu werden, sondern die Bürgerschaft mitzunehmen und an den politischen Entscheidungen zu beteiligen, ganz im Sinne von Willy Brandts Postulat: Mehr Demokratie wagen!

Markus Hennemann, mit Deiner Wahl zum Bürgermeister wurde Dir von der Bürgerschaft ein Vertrauensvorschuss gegeben. Dies ist Geschenk und Verpflichtung zugleich.
Im Namen der Gemeindevertretung wünsche ich Dir gutes Gelingen. Wir bieten Dir eine gute Zusammenarbeit zum Wohle unserer Gemeinde an.'




siehe auch Presseberichterstattung




Darmstädter Echo, Ausgabe vom 16. Dezember 2017




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