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22.05.2018"Neue Mitte" - aktuelle Presseberichterstattung
von
Ulrich Friedrich Koch
Berichterstattung aus dem Darmstädter Echo vom 18. Mai 2018: 'Disput um Bauvorhaben geht weiter'















Die vorliegende Berichterstattung bedarf einiger Anmerkungen:

Die Grundstücke Rose/Burger in bester Lage im Bickenbacher Ortszentrum wurden für 300 Euro/Quadratmeter verkauft, obwohl durch den im Januar 2018 geänderten Bebauungsplan die bauliche Ausnutzbarkeit und damit der Wert massiv erhöht worden ist. Um diesen Sachverhalt wissen sowohl die Kommunalaufsicht als auch Bürgermeister Hennemann und die Gemeindevertretung.

Die Bürgerinitative hat durch einen Sachverständigen auf der Grundlage von einschlägigen Wertermittlungsverfahren die Grundsstückswerte ermitteln lassen zum Stand 1.01.2016. Das Ergebnis ist ein Grundstückswert von über 680.000 Euro. Die Bürgerinitative wies in dem Gespräch mit dem Darmstädter Echo darauf hin, dass die Steigerung der Grundstückspreise von mindestens 12% bis zum Verkaufszeitpunkt in 2018 hinzuzurechnen ist. Die seit kurzen vorliegenden Bodenrichtwerte des Kreises zum 1.01.2018 zeigen, dass die Steigerung für Bickenbach und den Bereich der Ortsmitte sogar noch höher ausgefallen ist, als von der Bürgerinitative aus Vorsicht defensiv angenommen wurde. Die Steigerung liegt bei über 19%. Der Preis hätte bei über 810.000 Euro liegen müssen und nicht bei 300.000 Euro. Der Verlsut beträgt rund 510.000 Euro. Das ist viel Geld für eine kleine Gemeinde!

Bürgermeister Hennemann verweigert sich der Erkenntnis, dass es Vorschriften und Richtlinien zur Ermittlung von Grundstückswerten gibt. Es reicht eben gerade nicht, auf andere Verkäufe zu verweisen. Andererseits erwähnt der Bürgermeister nicht, dass ein direkt angrenzendes Grundstück für 900 Euro/Quadratmeter verkauft wurde. Wieso war dieser Preis nicht massgeblich für den Verkauf der unmittelbar benachbarten gemeindeeignen Grundstücke? Die Preise waren bereits im Herbst 2016 bekannt.

Die Aussage von Bürgermeisters Hennemann, dass "der Preis (von 300 Euro/Quadratmeter) am Markt Bestand habe", glaubt er wohl selbst nicht. Was meint er überhaupt damit? Für den Preis hätten viele die Grundstücke gerne erworben. Es gab aber kein Angebotsverfahren. Stattdessen die Veräußerung an einen Bautraäger. Dass dieser die Grundstücke zu dem niedrigen Preis mit Kußhand nahm, dürfte Jedem klar sein.



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